Jugendsozialarbeit-Angebote

Unsere Tätigkeiten umfassen im einzelnen folgende Angebote:

 

Einzelfallhilfe / Beratung
Ziele:

  • Kinder und Eltern sollen befähigt werden, Probleme zu sehen und Hilfen anzunehmen
  • Kinder und Eltern machen die Erfahrung, dass geeignete und individuell passende Hilfe für sie gesucht wird

Die Einzelfallhilfe ist eine längerfristig angelegte Hilfe, die häufig die Einbeziehung oder Weitervermittlung an weitere Fachdienste beinhaltet. Oft ist das auffällige Verhalten der Kinder der Anlass, um ins Gespräch zu kommen. Dabei versuchen wir, die Eltern für Probleme ihrer Kinder zu sensibilisieren und familiäre Belastungen zu erkennen. Gemeinsam mit den Eltern überlegen wir, welche Hilfe für die Familie geeignet sein könnte. Die Jugendsozialarbeit ist die Anlaufstelle an der Probleme vorbesprochen werden. Im Anschluss daran vermitteln wir wenn nötig weiter an andere Fachdienste, bleiben aber oftmals in Kontakt mit der Familie und begleiten den Prozess

Projekt-Ferdi (Jahrgangsstufe 1)
Ziele:

  • Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen wie Einfühlungsvermögen, Hilfeverhalten, Kooperation und Problemlösekompetenz in schulischen Alltagssituationen

„Mit dem Schuleintritt werden viele Kinder erstmals mit unausweichlichen Anforderungen wie festen Schulzeiten, Hausaufgaben, Bewertung von Leistungen und Vorgaben zum Arbeitstempo konfrontiert. Viele SchulanfängerInnen sind diesen neuen Herausforderungen nicht gewachsen und reagieren darauf mit ungünstigem Sozialverhalten. Das Verhaltenstraining ist ein Gruppenprogramm zur gezielten Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen von SchulanfängerInnen. […] Es trägt dazu bei, frühzeitig oppositionellem und aggressivem Verhalten vorzubeugen.“
Klappentext „Verhaltenstraining f. Schulanfänger“ Hogrefe Verlag

Projekt-Yoga für SchulanfängerInnen (Jahrgangsstufe 1)
Ziele:

  • Die Kinder trainieren ihr Körpergefühl
  • Die Kinder verbessern ihre motorischen und kognitiven Fähigkeiten
  • Die Kinder trainieren passendes Verhalten in eine Kleingruppe
  • Die Kinder lernen über ihre Gefühle zu reden

Yoga für Kinder ist sehr dynamisch, körperorientiert und stellenweise auch (absichtlich) laut. Anhand von Mantras wird den Kindern ein Zugang zur Musik aufgezeigt, der nicht nur Spaß macht, sondern die Gehirnhälften aktiviert und verknüpft. In jeder Stunde ist nach Aufwärmen und Einstimmen die Zeit, darüber zu sprechen „Wie geht es dir heute?“ „Was hast du Schönes erlebt?“, was im Schulalltag oft zu kurz kommt. Den Kindern wird der Zusammenhang zwischen Anspannung und Entspannung aufgezeigt, sie lernen „los zu lassen“. Regelmäßiges Yogatraining unterstützt die Wahrnehmung dessen, was innerhalb und außerhalb der eigenen Person geschieht. Yoga ist für alle Kinder geeignet! Sowohl die bewegungsfreudigen, als auch die ruhigen Kinder genießen die Vielfalt der Übungen und Möglichkeiten. Jede Gruppe ist anders, worauf in jeder Stunde Rücksicht genommen wird. Das Angebot ist freiwillig und findet im Anschluss an die Schule, wenn möglich gleich um 11.20 statt.

Projekt-Exp. Zum blauen Planeten (Jahrgangsstufe 2)
Ziele:

  • Gemeinsam Aufgaben und Herausforderungen bewältigen
  • Die eigene Meinung vertreten, die Bedürfnisse der anderen achten
  • Gemeinsame Erlebnisse verbinden und stärken den Zusammenhalt der Klasse

Durch die positiven Erfahrungen mit dem Projekt „aufgschaut“ in der 3. Klasse, entstand die Idee auch in den 2. Klassen ein Projekt einzurichten, an dem alle Klassen teilnehmen. Durch Gespräche mit den Lehrerinnen wurde deutlich, dass diese gerne die Klassengemeinschaft stärken und den Umgang der Kinder untereinander verbessern möchten. Das Projekt sollte präventiv für alle Klassen angeboten werden, ohne dass die Kinder vorher besondere Auffälligkeiten gezeigt haben sollten.
Da die Kinder in der zweiten Klasse noch sehr jung und spielbegeistert sind, war es wichtig eine kindgerechte Rahmenhandlung zu wählen, die die Kinder direkt neugierig macht und zur Teilnahme motiviert. So entstand die Idee die Kinder mit auf die „Expedition zum Blauen Planeten“ zu nehmen. Das Projekt ist je nach Bedarf auf 6-8 Einheiten konzipiert. Im Rahmen eines „Astronautentrainings“ bekommen die Kinder in jeder Einheit eine Aufgabe gestellt, die sie nur lösen können, indem sie gemeinsame Lösungsstrategien absprechen, als Team zusammen arbeiten und sich gegenseitig helfen.

Projekt-Aufgschaut (Jahrgangsstufe 3)
Ziele:

  • Die Kinder erfahren, wie sie ihre Klassengemeinschaft verbessern können
  • Die Kinder lernen konstruktiven Umgang mit verbaler, physischer und psychischer Gewalt
  • Die Kinder lernen durch Erleben
  • Die Kinder werden altersgemäß über Problemlagen aufgeklärt

In der dritten Klasse bieten wir das Projekt „auf´gschaut“ zur Gewaltprävention an. Dieses wurde vom Münchner Kommissariat für Prävention und Opferschutz entwickelt und bildet auch MultiplikatorInnen aus. Fast alle Lehrerinnen unsere Schule nahmen bereits daran teil. Das Projekt findet während des gesamten Schuljahrs einmal wöchentlich für eine Stunde statt und wird zusammen mit den Lehrkräften durchgeführt. Durch verschiedene Übungen und Spiele setzen die Kinder sich mit den Themen Gemeinschaft, Gewalt, Zivilcourage und sexuellem Missbrauch auseinander. Die langfristige Anlegung des Projektes ermöglicht nachhaltig Lernerfolge. Außerdem wird ein intensiver Kontakt zu den beteiligten Klassen aufgebaut, der oftmals die Grundlage für weitere Beratungen bildet.

Aktive Pause
Ziele:

  • Die Kinder lernen, dass sie sich aktiv am Schulalltag beteiligen können.
  • Die Kinder lernen Verantwortung zu übernehmen.

Zu Beginn jedes Schuljahres werden in den vierten Klassen Mitglieder für den Pausendienst gesucht. In Teams, die jeweils aus zwei Jungen und zwei Mädchen bestehen, sind die Kinder an einem Tag der Woche dafür verantwortlich, das Pausenspielzeug auf den Schulhof zu tragen, es an die Kinder zu verteilen und am Ende der Pause wieder aufzuräumen. Durch gelbe Warnwesten mit entsprechender Beschriftung ist der Pausendienst für alle Kinder sichtbar und kann bei Konflikten rund um das Spielzeug zur Unterstützung angefordert werden. In gemeinsamen Treffen hat der Pausendienst die Möglichkeit, sich über Erfahrungen auszutauschen, Probleme zu besprechen und gemeinsame Perspektiven zu entwickeln. Am Ende des Schuljahres wird der Pausendienst im Rahmen einer Schulversammlung verabschiedet und mit einer Urkunde ausgezeichnet.

Streitschlichtung
Ziele:

  • Die Kinder erfahren, dass sie Unterstützung bei der Lösung eines Konfliktes bekommen
  • Kinder lernen einen Streit konstruktiv zu lösen

Konflikte zwischen Schülern können so eskalieren, dass die Kinder sehr belastet sind und das normale Unterrichten unmöglich machen. In diesem Fall haben die Lehrkräfte, aber auch die Kinder selbst die Möglichkeit sich an die JSA zu wenden. Im Gespräch wird versucht, den Konflikt zwischen den Kindern zu klären und Vereinbarungen für das weitere Miteinander zu treffen. Bei Bedarf können auch weitere thematische Einheiten in der Klasse (Konflikt, Umgang miteinander, Ausgrenzung) stattfinden, wenn sich herausstellt, dass der Konflikt nicht nur akut besteht, sondern bereits seit längerem schwellt (z.B. bei Mobbing).
Immer wieder kommt es zu Konflikten, die nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern betreffen. Hierbei wird versucht, den Konflikt noch einmal an dem Ort zu klären, wo er entstanden ist, nämlich in der Schule. Die Eltern werden schriftlich über die Ergebnisse und Vereinbarungen informiert.

 

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